Bristol


1945 -

 

Bristol 1945 - Grobritannien
Markenzeichen   Flagge


Die Firma Bristol Aeroplan Company wurde bereits 1910 von Sir George White gegründet und ist bis heute im Flugzeug- und Flumotorenbau tätig. Automobile werden im englischen Bristol erst seit 1947 gebaut. Man begann mit der Präsentation einer deutschen BMW-Konstruktion aus den 30er Jahren. So kurz nach dem Krieg ein Affront, der hohe Wellen schlug. Auch die Tatsache, daß eine so alte Konstruktion als Basis des ersten Bristol-Wagens diente, ließ die Kritiker aufschreien. Doch für die englische Firma erwies sich dieses Vorgehen als genau richtig. Der Wagen war repräsentativ und sportlich, genau das Image, welches Bristol wünschte.

Zur Zusammenarbeit war es bereits Mitte der 30er-Jahre gekommen, als H.J. Aldington, der zusammen mit seinem Bruder Donald, die Firma Frazer-Nash leitete, in München wegen eines Imports von BMW-Sportwagen vorsprach. Am 19. November 1934 wurde man sich einig, doch der Ausbruch des zweiten Weltkrieges beendete die Zusammenarbeit. Nach dem Endes des Krieges war H.J. Aldington nicht bereit, von seinen Plänen abzulassen. Von seinem Bruder Donald erfuhr er von den Plänen des Flugzeugherstellers, sich mit dem Fahrzeugbau ein zweites Standbein zu verschaffen. Auch ein Prototyp mit Sternmotor (!) war von Chefingenieur Sir Roy Fedden bereits gebaut worden. Doch dieses Fahrzeugs war auf einer Testfahrt verunglückt.

Aldington sah seine Chance gekommen und führte den Bristol-Chefs White und Verdon-Smith einen BMW 327 vor. Die Flugzeugbauer waren sehr angetan, sicherten sich jedoch bei BMW in München ab. Dort kam man überein, daß nicht nur Konstruktionspläne nach Bristol in England geliefert wurden, sondern auch Dr. Fritz Fiedler! Dieser konstruierte schließlich den Bristol 400. Später wurden weitere Modelle mit BMW-Motoren gebaut (Bristol 401/402, 403, 404, 405 und 406). Danach eigene Entwürfe mit Chrysler-Motoren (407, 408, 409, 410 und 411 und weitere).

Bristol genießt auf der Insel einen guten Ruf und nach wie vor gibt es dort Autos zu kaufen. Diese sind exorbitant teuer und werden nur in Kleinstauflage gebaut. Man macht sich in Fachkreisen allerdings gerne über die sehr schrullige Geschäftspolitik mit Karteikasten als Kundenkartei und abgewetzten Möbeln im Büro lustig. Allen diesen Umständen zum Trotz hatte Bristol Anfang des neuen Jahrtausends einen "Jahrtausend"-Sportwagen angekündigt und wohl auch realisiert: Den Bristol Fighter. Dieser soll in der Version Fighter T (für "twin turbocharged") mit bis zu 1012 PS lieferbar sein. Die ersten Ankündigungen sprachen sogar vom schnellsten Straßensportwagen überhaupt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 412 km/h. Doch dieses Fahrzeug wurde bis 2008 wohl an keinen Kunden ausgeliefert.


 

Fahrzeuge von Bristol:

Bristol 400 '1946

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Bristol 401 '1948

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Bristol 401 Prototyp "Touring" '1948

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Bristol 403 '1953

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Bristol 404 '1953

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Bristol 405 '1954

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Bristol 406 '1958

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Bristol 408 '1962

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Bristol 411 Mk I '1969

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Bristol 603/S2 '1979

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Literatur
Internet
Bristol Homepage
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Tuning
 

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