Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau"


1937-39

 

Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" 1937-39 Frankreich
markenzeichen   Flagge

Auf dem Pariser Salon 1937 wurde eins der schönsten Autos aller Zeiten präsentiert: Der Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" ("Wassertropfen"). Dieser entstand aus der Allianz von Talbot-Lago und dem Designbüro von Figoni & Falaschi, die im Jahr 1937 sogar exklusiv war. Bis in die 30er Jahre war es - vor allem in Frankreich - nicht unüblich, dass Rennfahrer beim Hersteller ihrer Wahl ein Chassis mit starken Motor erwarben, dass sie danach bei einem Carosserier mit einer möglichst leichten, aerodynmaischen, aber auch attraktiven Karosserie versehen ließen. Nicht selten wurden die Rennwagen nicht nur auf der Rundstrecke bewegt, sondern auch bei den örtlichen Concours d'Elegance vorgestellt. So geschah dies auch mit dem T150 C Super Sport, der mit einem Radstand von nur 2650 mm kürzeren Variante des T150 in der "Course"-, also Wettbewerbsvariante.

Neben einer Reihe von Cabriolets gab es für wohlhabende Kunden auch das sensationelle Coupé, welches ohne eine einzige gerade Linie auskam! Das Coupé bekam schnell den Beinamen "Goutte d'eau", also Wassertropen oder Englisch "Teardrop". Auftraggeber des ersten Ausstellungsstückes war der französische Unternehmer M.Jeancart, dem noch vier weitere Exemplare mit ähnlicher Karosserie folgten. Allen gemein war ein leichte Stufe vor dem Heck und eine geteilte Heckscheibe.

Ebenfalls 1937 präsentierte man auf der New York Auto Show ein Modell mit weiterentwickeltem Design, welches keine Stufe mehr aufwies. Die Linie des Wagens fiel nunmmehr vom Dach in einem durchgängigen Bogen zum weit heruntergezogenen Heck ab. Die beiden Varianten werden dem entsprechend bis heute als "Jeancart"- und als "New York"-Stil bezeichnet.

Doch die schönen Autos waren beileibe keine Boulevard-Poser, sondern durchaus auch ernsthafte Sportwagen: Dank des starken Motor mit geripptem Motorblock, oberer Kurbelwellengehäusehälfte aus Spezialguß, Zylinderköpfe aus RR-Leichtmetalllegierung und halbkugeligen Brennräumen und des Wilson-Vorwahlgetriebes waren sportliche Erfolge keine Seltenheit. So erkämpften sich Jean Prenant und André Morel beim Prestige-trächtigen 24-Stunden von Le Mans 1938 einen mehr als respektabelen dritten Gesamtrang hinter zwei Delahaye 135 S. Es handelte sich übrigens um den ersten Posiumsplatz eines Coupés in Le Mans überhaupt. Im französischen Grand Prix für Sportwagen 1937 belegten drei T150 C SS die ersten drei Plätze, bei der Tourist Trophy im Donnington Park 1937 den ersten und zweiten Platz!

Aufgrund ihres extremen Preises von ca. 150.000,- französischen Francs für ein Komplettfahrzeug wurden letztlich nur 16 oder 17 Exemplare mit Teardrop-Karosserien ausgestattet. Drei Exemplare wurde dabei auf dem T23-Chassis aufgebaut, die anderen auf dem Chassis des T150 C. Hierbei dominierte naturgemäß das kurze Fahrgestell, während auf dem langen Chassis mit 2950 mm Radstand nur ein einziges Exemplar (90034) aufgebaut wurde.


Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" (VIN 90106) '1937

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Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" (VIN 90109) '1937

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Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" (VIN 90110) '1937

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Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" (VIN 90112) '1937

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Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" (VIN 90117) '1938

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Talbot-Lago T150 C SS "Goutte d'eau" (VIN 90123) '1938

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