Rolls-Royce Phantom III


1935-39

 

Rolls-Royce Phantom III 1935-39 Grobritannien
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Rolls-Royce Phantom III

Auch Rolls-Royce konnte sich trotz seines tadellosen, auf bedingslose Qualitt ausgerichteten Rufes nicht fr alle Zeiten dem Druck der Konkurrenz entziehen: Die Automobil-Produzenten der Welt hatten den Metallgu sowie die Handhabung und Einsatzfhigkeit von Metalllegierungen in den 30er Jahren weiter perfektioniert, was die Entwicklung grovolumiger 12- (Maybach; Horch, Daimler, Hispano-Suiza) und sogar 16-Zylindermotoren (Marmon, Cadillac) bei den Luxusherstellern gefrdert hatte. Deshalb wurde schlielich auch bei der feinsten Adresse Englands ein Zwlf-Zylindermotor fr den Einsatz in einem Automobil konstruiert und im ab 1935 gebauten Phantom III installiert. Dieser Schritt war eigentlich nur logisch, da Rolls-Royce im Flugzeug-Motorenbau bereits langjhrige Erfahrung mit 12-Zylinder-Motoren aufweisen konnte. Rolls-Royce zog hierbei mit einigen Jahren Versptung hinter anderen Herstellern nach, was wohl auf eine erhhte Auslastung der Entwicklungsabteilung durch die Neukonstruktion des Bentley 3-Litre zurckzufhren war.

Auf der Londoner Olympia Motor Show 1935 schlielich wurde das neue Modell offiziell vorgestellt. Auf den Stnden der diversen Karosseriebauer standen nicht weniger als 9 Modelle dieses Typs! Tatschlich war jedoch nur eines dieser Fahrzeuge mit einem lauffhigem Motor bestckt, die anderen acht besaen Motor-Attrappen ... Doch als die Entwicklung abgeschlossen war, zeigte sich, dass man ganze Arbeit geleistet hatte. Der 7,3-Liter groe Motor erwies sich als krftig (ca. 165 PS) und drehte nahezu lautlos und vibrationsfrei hoch. Der Motorblock bestand komplett aus Leichtmetall und die Kolben liefen in nassen Zylinderlaufbuchsen aus Stahl. Das Ventilspiel wurde hydraulisch ausgeglichen und zwei getrennte Zndanlagen sorgten fr den richtigen Funken. Nicht weniger aufwndig gestaltete sich das neue Fahrwerk: Die Vorderrder waren erstmals unabhngig voneinander aufgehngt, was fr mehr Platz zwischen den Vorrdern sorgte. Damit konnte der Khler etwas nach vorne verlagert werden, was wiederum dem Platzangebot fr die Passagiere trotz eines etwas krzeren Radstandes zu Gute kam. Zur besseren Gewichtsverteilung wurde das Getriebe nach hinten versetzt.

Im praktischen Betrieb zeigten sich jedoch auch ungewohnte konstruktive Schwchen: Fr einen gewhnlichen Zndkerzenwechsel mussten smtliche vier Vergaser demontiert werden, was uerst umstndlich war. Auch der hydraulische Ventilspielausgleich erwies sich als Schwachstelle, weil er nur bei vllig sauberem Motorl strungsfrei funktionierte. So kam es, dass anfnglich alle 1.000 Kilometer die lfilter zu reinigen waren, was jedoch viele Kunden miachteten. Rolls-Royce sah sich 1938 gezwungen, auf herkmmliche stangengesteuerte Ventilstel umzursten. Diese Umstnde sorgten fr reichlich rger mit Kunden, zumal diese ihre Fahrzeuge teilweise auf den neu gebauten Autobahnen auch noch hher belasteten. Man reagierte mit Hinweisen an die Kunden, dass im Dauerbetrieb lediglich Geschwindigkeiten von 120 bis 130 km/h gefahren werden durften, was fr weiteren Unmut bei der verwhnten Kundschaft sorgte. Dem Rolls-Royce Phantom III bescherte dies schlielich - trotz stndiger Feinarbeit und Weiterentwicklung - den schmeichelhaften Ruf, ein technisch anflliges Auto zu sein. Zudem war die Kundschaft mit einem Altersschnitt von ber 60 Jahren wenig verkaufsfrdernd. Diese Umstnde mgen neben dem heraufziehenden zweiten Weltkrieg alles Grnde gewesen sein, warum schlielich nur 727 Exemplare des Phantom III gebaut wurden, von denen sogar nur 122 auerhalb von England abgesetzt wurden. Solch geringe Stckzahlen lieen natrlich Sondermodelle oder gar eine eigene Version fr Amerika nicht mehr zu. Lediglich ein einziges Exemplar wurde beispielsweise mit einer Mittelschaltung ausgeliefert. Immerhin hatte man einen Phantom III Continental in der Erprobung (39EX).

Die Aufbauten kamen nach wie vor von unabhngigen Karosserieschneidern, die sich jedoch neuen Herausforderungen durch genderte Proportionen wegen des leicht krzeren Fahrgestells (Radstand grundstzlich 3606,8 mm; Phantom II: 3657,6 oder 3810 mm) gegenber sahen. Trotzdem entstanden einige der schnsten Aufbauten der 30er Jahre auf Basis des Phantom III.


Rolls-Royce Phantom III Aerodynamic Coup "CARS" (3BU184) '1936

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Rolls-Royce Phantom III Sedanca de Ville Windower" '1936

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Rolls-Royce Phantom III Sports Saloon "Binder" (3AZ140) '1936

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Rolls-Royce Phantom III 3-Position DHC "Gurney Nutting" (3AZ158) '1936

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Rolls-Royce Phantom III Limousine "Allweather Motor Bodies" (3AZ64) '1936

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Rolls-Royce Phantom III Landaulet "Hooper" (3BT25) '1937

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Rolls-Royce Phantom III Saloon "Barker" (3BU20) '1937

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Rolls-Royce Phantom III Drophead Coup "Mayfair" (3BT121) '1937

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Rolls-Royce Phantom III Sports Touring Limousine "Park Ward" '1937

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Rolls-Royce Phantom III All Weather Cabriolet "Rod Jolley" '1937

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Rolls-Royce Phantom III Sedanca de Ville "H.J. Mulliner" (3AZ236) '1937

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Rolls-Royce Phantom III Razor Edge Sport Saloon "Trupp & Marberly" '1938

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Rolls-Royce Phantom III Sport-Saloon "Thrupp & Maberly" '1938

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Rolls-Royce Phantom III Cabriolet "Mazzara & Meyer" (3DL116) '1938

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Rolls-Royce Phantom III Sedanca de Ville "Gurney Nutting" (3CP62) '1938

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