Hispano-Suiza J12


1931-38

 

Hispano-Suiza J12 1931-38 Spanien
markenzeichen   Flagge

Der Erfolg des Hispano-Suiza H6 und seiner Evolutionsstufen H6 B und H6 C konnte nicht ewig währen. Die Konkurrenz hatte nachgezogen. In Amerika war der Duesenberg J vorgestellt worden, Rolls-Royce hatte mit dem Phantom II eine deutlich verbesserte Variante des New Phantom lanciert. Auch in Deutschland entwickelten Mercedes-Benz und Maybach ihre Fahrzeug konsequent weiter. Letzteres Unternehmen klotzte dabei ab 1929 sogar mit einem Zwölfzylindermotor im neuen Maybach 12. Hispano-Suiza sah sich also gezwungen, ebenfalls einen neuen Luxuswagen zu entwickeln und musste dabei den höchsten Ansprüchen der Kundschaft genügen. Anläßlich des Pariser Salons 1931 wurde schließlich mit einem werbeträchtigen Spektakel das Ergebnis der Bemühungen vorgestellt: Der Hispano-Suiza J12. Der damals bekannte Autojournalist Charles Faroux bekam die Ehre, den neuen Wagen im Schnellzugtempo von Paris nach Nizza und zurück zu fahren. Nach der Rückkehr wurde der Wagen im Hispano-Suiza-Showroom auf den Champs-Elysées auf weißem Papier präsentiert, damit sich die reichlich vorhandenen Schaulustigen davon überzeugen konnten, dass kein Tröpfchen Öl, Benzin oder Kühlwasser nach der Hatz verloren gegangen war.

Herzstück des J12 war ein völlig neu konstruierter V12-Motor, der in seinen Grundzügen ursprünglich für Jagdflugzeuge entwickelt worden war. Das Verhältnis von 100:100 mm Bohrung und Hub bedeute bei Zwölf Zylindern einen Hubraum von enormen 9,5 Litern. Die Maschine arbeitete weitgehend vibrationsfrei und wies eine sehr gute Laufruhe auf. Auch der häufig kritisierten - weil recht lauten - Betätigung der Ventile war man mit einer klassischen Betätigung über Stoßstangen und Kipphebel begegnet. Die Leistung des neuen Motors war natürlich über jeden Zweigel erhaben. Bei bescheidenen 2400 U/min leistet der Wagen nach Werksangabe 200 PS.

Ein solcher Motor brauchte natürlich auch ein entsprechendes Fahrgestell. Dieses war klassisch mit zwei Längsträgern ausgeführt und verfügte über einen Radstand von zunächst 381 cm. Später gab es jedoch auch kürzere (342, 371 cm) und ein längeres (401 cm) Fahrgestell. Die französischen Karosseriebaumeister rissen sich wiederum darum immer aufwendigere und luxuirösere Karosserien für die grundsätzlich sehr betuchte Kundschaft zu bauen, denn allein das Chassis kostete 1932 250.000,- französische Francs!

Hispano-Suiza war mit dem J12 der Gipfel des Luxus und der erneute Standard auf dem Automobilmarkt gelungen. Allein, die heraufbrechenden schweren Zeiten nach dem schwarzen Freitag im Jahr 1929 machten das Projekt fragwürdig. Auch die überaus reichen Kunden mochten angesichts einer unsicheren Zukunft nicht mehr so ohne weiteres so viel Geld für ein Automobil ausgeben. So blieb es letztlich bei ca. 120 gebauten J12.


Hispano-Suiza J12 Coupè Limousine "Kellner" '1933

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Hispano-Suiza J12 Cabriolet Marc Birkigt "Vanvooren" '1933

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Hispano-Suiza J12 Berline "Vanvooren" (VIN 14021) '1933

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Hispano-Suiza J12 Cabriolet "Fernandez et Darrin" (VIN 14010) '1933

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Hispano-Suiza J12 Roadster "Labourdette" '1933

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Hispano-Suiza J12 Cabriolet "Fernandez et Darrin" (VIN 14030) '1934

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Hispano-Suiza J12 Coupé Chauffeur "Kellner" (VIN 13035) '1934

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Hispano-Suiza J12 Cabriolet de Ville "Rippon Brothers" (VIN 13506) '1935

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