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Italdesign-Lotus Etna (VIN 909001)
| Italdesign-Lotus | Etna (VIN 909001) (1984) | Italien |
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1984 überraschte Lotus auf der British International Motor Show in Birmingham mit einem möglichen Nachfolger des schon etwas angejahrten Lotus Esprit, der zu diesem Zeitpunkt bereits in als Serie III produziert wurde. Das Äußere überließ man erneut Giorgetto Giogiaro bzw. seiner Firma Italdesign, die auch schon den Urtyp des Lotus Esprit entworfen hatten. Wer den Ausschlag für den Prototyp gab, Italdesign oder Lotus, dazu gibt es verschiedene Geschichten. Der Entwurf geriet jedenfalls geringfügig größer und schwerer als der Esprit, war aber irgendwie "typisch Lotus". Der Innenraum des Ausstellungsstücks war hell und großzügig, wobei das Amaturenbrett mit seinen diversen Schaltern und Knöpfen sehr modern. Technisch hatten die zu diesem Zeitpunkt finanziell schon sehr angeschlagenen Engländer bei einer Serienproduktion einige hochinteressante Features vorgesehen: Anstelle eines Zentralträger-Chassis, wie beim Esprit, sollte der Etna in Monocoque-Bauweise entstehen. Man hatte ein neues Fabrikationsverfahren namens VARI (Vacuum Assisted Resin Injection entwickelt, bei dem Kunstharz in eine Honigwabenstruktur injiziert wurde. In besonders beanspruchten Bereichen kamen überdies Kohlefasern und Kevlar zum Einsatz. Ein Ansatz aus der Formel 1, in der Lotus damals mitfuhr. Ebenfalls wie in der Formel 1 sollte ein leistungsfähiger Computer alle wesentlichen Fahrzeugsysteme, inklusive aktiver Aufhängung, Federung und Dämpfung, sowie der Motorelektronik und der Bremsanlage mit ABS und Traktionskontrolle steuern. Selbst als Getriebe war eine elektronisch gesteuerte stufenlose Kraftübertragung vorgesehen. Wobei man auch ein herkömmliches Fünfganggetriebe andachte. Dem Komfort sollte darüber hinaus eine aktive Geräuschunterdrückung dienlich sein. Doch wie so häufig fehlte der Wille und - in diesem Fall wohl besonders - das Geld für eine Serienumsetzung. Der nicht fahrbereite Prototyp verschwand in einer Ecke in Hethel und wurde erst 1998 wieder öffentlich präsentiert als er versteigert wurde. Der nächste Eigner war 2004 Olaf Glasius, ein Sammler, der den Etna in den folgenden Jahren von Ken Myers, einem ehemaligen Lotus-Ingenieur restaurieren und fahrtüchtig machen ließ. Die erste öffentliche Ausfahrt war 2006 zum Goodwood Festival of Speed. Bei der Restauration stellte man im Übrigen fest, dass die Ankündigungen des Herstellers bei der Präsentation den Motor und das Getriebe betreffend nicht übertrieben waren! Unter der Haube fand sich einer von zwei 909er-V8-Motoren! Das 188 Kilogramm wiegende Leichtgewicht mit vier Litern Hubraum verfügte über vier zahnriemenangetriebenen Nockenwellen und 32 Ventile. Die Leistung lag bei mindestens 320 PS. Mit Turbo (im Cockpit war eine Anzeige für den Ladedruck vorgsehen!) waren auch 600 PS möglich. Der Prototyp wurde jedenfalls unter enormen Einsatz schließlich fahrfertig gemacht. Anfang des neuen Jahrtausends trennte sich Glasius vom Etna und der Wagen ging nach Amerika. 2022 erfolgte dann noch ein weiterer Übergang, dieses Mal nach Südafrika. Historisch ist allerdings zu vermerken, dass mit dem Etna in den 80er Jahren ein britisches Supercar hätte entstehen können. Eine verpasste Chance! |
Technische Daten / Specifications:
Fahrwerte / Performance |
Maße / Measures |
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| km/h | 292 | kg/leer | 1080 | |
| 0-100 km/h (sek) | 4,3 | Maße (mm) | ||
| Verbrauch (L/100 km)(faq) | Radstand (mm) | 2510 | ||
Motor / Engine |
Präsentation / Presentation |
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| Zylinder | V8 | Kaufpreis (1984) | ||
| Hubraum (ccm) | 4000 | Stückzahl | 1 | |
| Leistung (PS) | 335 | Debüt | British International Motor Show Birmingham 1984 | |
| bei Nenndrehzahl (U/min) | 6500 | Design | Giorgetto Giugiaro (Italdesign) |
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| Vorgängermodell | Italdesign-Lotus Esprit Prototyp '1972 | Nachfolgemodell | ||
| Rekorde | Testberichte (faq) | Tuning | Internet | |
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